Kunstgeschichte trifft Fotografie, Projektion und digitale Bildwelten: In den Sommerferien wurde die Festhalle Viersen zum kreativen Kunstraum. Im Workshop „LET’S MAKE ART – Werde zum lebendigen Gemälde!“ tauchten Kinder und Jugendliche spielerisch in die Welt berühmter Kunstwerke ein – und wurden kurzerhand selbst Teil davon.
Was macht ein Kunstwerk eigentlich berühmt? Wer steckt hinter der Mona Lisa? Und wie fühlt es sich an, selbst in einem Gemälde zu stehen?
Diesen Fragen näherten sich die Teilnehmenden nicht mit dicken Kunstgeschichtsbüchern, sondern mit Challenges, Fotografie, Projektionen und jeder Menge Kreativität. Gemeinsam lernten sie bekannte Künstler:innen und Kunstwerke kennen, tauschten sich über Kunst aus und entwickelten eigene Ideen. Dabei ging es nicht darum, Jahreszahlen und Fakten auswendig zu lernen, sondern darum, Kunst zu entdecken, zu verstehen und selbst zu erleben.
Eine Inspiration für den Workshop war die Getty Museum Challenge, die während der Corona-Pandemie weltweit viral ging. Menschen stellten berühmte Kunstwerke mit Gegenständen aus ihrem eigenen Zuhause nach und teilten ihre kreativen Interpretationen im Internet.Auch die Teilnehmenden in Viersen wurden kreativ: Mitgebrachte Alltagsgegenstände wurden zu Requisiten und Gestaltungselementen. Ein gewöhnlicher Gegenstand konnte plötzlich Teil einer berühmten Bildkomposition werden. So wurde aus einem klassischen Kunstwerk etwas ganz Eigenes – und Kunstgeschichte bekam einen direkten Bezug zum Alltag der Jugendlichen.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema immersive Kunst. Immersive Ausstellungen, bei denen Besucher:innen durch Projektionen und Lichtinstallationen direkt in berühmte Gemälde und Bildwelten eintauchen können, sind in den vergangenen Jahren immer populärer geworden. Dieses Prinzip haben wir für den Workshop aufgegriffen: Die Kinder und Jugendlichen lernten das Konzept immersiver Ausstellungen kennen und konnten anschließend selbst in ihre Lieblingskunstwerke eintauchen. Durch Projektionen wurden sie Teil der Bildwelten und konnten ihre eigenen Interpretationen fotografisch festhalten. So wurde aus dem Betrachten eines Kunstwerks ein ganz persönliches Erlebnis: Nicht nur vor dem Bild stehen – sondern mitten darin sein.
Begleitet wurde der Workshop von der Schauspielerin und Medientrainerin Sunny Bansemer und dem professionellen Fotografen Maurice Kohl. Beide brachten ihre praktische Erfahrung aus Schauspiel, Fotografie und Medienarbeit ein und unterstützten die Teilnehmenden dabei, ihre eigenen Ideen kreativ umzusetzen.


























